Alalay

Bolivien hatte für mich verschiedene Gesichter. Ich fand Plätze der absoluten Stille und Erholung, Landschaften wie ich sie nie zuvor gesehen hatte, aber auch Leid, überfüllte Straßen, Smog und Einsamkeit.

Es ist ein unglaublich schönes Land, mit einer landschaftlichen Diversität die jeden zum Staunen bringt. Obwohl ich nur einen Teil entdecken durfte war ich trotzdem begeistert von dem was es zu bieten hat. Von atemberaubenden Vulkanen und Bergen, Salzwüsten, Gaysieren, Tropen und riesen Städten kann man hier alles finden. Doch ich wollte das Land in all seinen Facetten kennen lernen, deswegen besuchte ich die NGO Alalay. Vielleicht fragt ihr euch jetzt wie ich dazu komme diese Projekte zu besuchen. Ich bekam Unterstützung von der österreichischen Botschaft in Peru. Ich habe vor meiner Abreise mit ihnen Kontakt aufgenommen und ihn von dem Hintergrund meiner Reise und warum ich gerne auf meinen Weg durch Südamerika Sozialprojekte besuchen möchte erzählt. Die Botschaft hat mir dann ein paar Projekte vorgeschlagen und mir geholfen Kontakt aufzunehmen. Ich war erstaunt über die Bereitschaft der Menschen und die Freude darüber, dass ich sie besuchen wollte.

Alalay ist eines der Projekte die ich in Südamerika besucht habe. Es gibt Alalay-Häuser in verschiedenen Städten Boliviens. Ich war in La Paz.

La Paz liegt in etwa 3600 m Seehöhe und ist umgeben von den Hochebenen des Altiplano. In der Stadt wohnen rund 760.000 Menschen. Zusammen mit der Nachbarstadt El Alto kommt man auf ungefähr 1,6 Mio Personen.

Tagsüber war es zwar angenehm warm, aber die Nächte in Bolivien waren bitter kalt. Sobald die Sonne untergeht will man sich am liebsten gleich unter der wärmenden Decke verkriechen. Doch nicht alle Menschen in La Paz haben diese Möglichkeit. Viele müssen die bitter kalten Nächte auf den Straßen dieser Stadt verbringen. Das mitanzusehen gab mir jedes Mal einen Stich in der Brust. Zum Glück gibt es auch Menschen die versuchen diese Armut zu bekämpfen und besonders den Kindern zu helfen und sie von den Straßen wegzuholen. Die Mitarbeiter von Alalay haben sich über mein Interesse und meinen Besuch gefreut, mich herzlich empfangen und mir einen Einblick in ihre Arbeit verschafft.

Alalay bedeutet “Mir ist kalt”. Die Organisation versucht Kinder von der Straße wegzuholen und in Kinderdörfer aufzunehmen. Dort kümmert man sich um sie und ist bemüht ihnen ein Gefühl von Sicherhei tund Stabilität zu vermitteln und ihnen die Familie zu ersetzen die sie meist nicht hatten. Sie erhalten eine Schulbildung, medizinische Versorgung und versucht sie bestmöglich auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten.

Das Projekt ist Stufenweise aufgebaut. Im ersten Schritt wird versucht mit den Kindern auf der Straße Kontakt aufzunehmen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Viele von ihnen nehmen Drogen, sind verwarlost und schwerst traumatisiert. Der zweite Schritt ist ein offenes Haus, in dem sie schlafen können, aber jederzeit auch wieder gehen können. Erst wenn die Kinder bereit sind erfolgt der nächste Schritt und sie können in ein Kinderdorf aufgenommen und integriert werden.

Alalay ist bemüht die Kinder bestmöglich auf das spätere eigenständige Leben vorzubereiten, so wie es normalerweise Eltern tun.

Ich habe das Kinderdorf in Hujachilla besucht, 20 Minuten von La Paz, dass seit 1998 ca. 150 Straßenkindern ein Zuhause geschenkt hat. Dort wurde ich mit soviel Herzlichkeit und Neugierde von den Kindern emfpangen, und es fiel mir schwer wieder zu gehen. Ich hatte den Eindruck die Kinder sind gut aufgehoben, wobei es sichtbar war, dass das Geld an vielen Ecken fehlt. Einen weiteren Tag verbrachte ich mit den Streetworkern auf der Straße. Der Anblick der Kinder und Jugendlichen und deren Geschichten hat mich schwer berührt. Für jemanden wie mich, der aus einem gut behütetem Familienhaus stammt ist es einfach unvorstellbar wie jemand seinen Kindern soetwas antun kann. Vor allem bei der Geschichte eines Jungen, der nicht einmal wusste wann er Geburtstag hat, musste ich die Tränen unterdrücken. Auch wenn es schwer war für mich, der anderen Seite des Lebens ins Auge zu sehen, bin ich doch dankbar für die Eindrücke und die Menschen, die ich kennen lernen durfte.

Das Projekt kann nur durch Unterstützung bestehen und ist auf Spenden angewiesen. Vielleicht willst du auch helfen, dann besuchen Sie die Website von Alalay für mehr Information: www.alalay.at

Bleed Shooting/South America

Nimm mal mit was du haben magst und mach schöne Fotos. So in etwa war das Briefing von Bleed bei diesem Projekt. Ich war vollkommen frei mir ein Konzept zu überlegen und während der Reise umzusetzen. Sehr schön!Continue Reading..

Ecuasal

Reisen eröffnet oft neue Türen und man lernt interessante Menschen kennen. Das kann ich unterschreiben. In Costa Rica lernte ich Andrés Fernandéz (6-facher ecuadorianischer Champion im Surfen) und Martin Passeri ( 5-facher argentinischer und Lateinamerikanischer Surf-Champion) kennen als ich bei einem Granito de Arena Event fotografiert habe. So landete ich 2 Jahre später in Ecuador um bei ihrem ersten Trainingscamp dabei zu sein. Die beiden haben eine neue Art von Trainingscamp für Profisurfer entwickelt, dass sie erstmals für das ecuadorianische Ecuasal Surfteam veranstaltet haben.

Ich habe das Camp ein paar Tage begleitet. Es wurden nicht nur Trainingsmethoden gelehrt. Ein wichtiger Bestandteil des Camps waren auch Management und Werbung der Sportler. Da auch Fotos ein wichtiges Mittel sind für die Vermarktung eines Sportlers, haben wir mit jedem einzelnen auch noch ein Fotoshooting organisiert.

Natürlich hatte ich nicht viel Equipment dabei, aber oft ist nicht viel notwendig um gute Aufnahmen zu erhalten. Gerade auf Reisen nutze ich hauptsächlich das natürliche Sonnenlicht.

Life is better on the beach.

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