Afrika Burn

Viele verrückte Menschen tanzen in Kostümen in der Wüste, bauen eine Stadt aus riesigen Skulpturen und fahren in mutanten Vehikel durch die Gegend. Aber Afrika Burn ist weit aus mehr. Es ist eine Community von Menschen die zusammen kommen um Kunst zu erschaffen und sie während des Events in Flammen aufgehen lassen um davon abschied zu nehmen. Es ist eine Stadt die aus dem Nichts aufgebaut wird und nach einer Woche genauso wieder im Nichts verschwindet. Es geht darum miteinander das Leben zu feiern, um Spiritualität, von materiellen Dingen abschied zu nehmen, in Liebe und Harmonie zusammen zu sein und zu teilen.

THE MORE WE SHARE, THE MORE WE HAVE.

Afrika Burn fand das erste Mal 2007 statt, auf einer privaten Farm namens Stonehenge, die neben dem Tankwa Karoo National Park liegt, weit entfernt von der Zivilisation, in der Wüste. Afrika Burn ist die südafrikanische Version von Burning Man (ca 10.000 Teilnehmer) und allein die Anreise ist ein Abenteuer. Es sind in etwa 350 km von Kapstadt, jedoch benötigt man aufgrund der Straße (die letzen 100 km sind Dirtroad) in etwa 5-6 h mit dem Auto.

B3A8712

Vor Afrika Burn ist dort nichts als Wüste, und genauso soll es auch nachher wieder aussehen. Das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man vor Ort ist und all die Kunstwerke und Menschen in bunten Kostümen vorfindet. Es gibt nichts zu kaufen, und man  ist selbst verantwortlich alles mitzubringen was man in dieser Zeit benötigt. Wasser, Essen, Zelte und ein Geschenk für andere. Es ist unglaublich wieviel Mühe sich die Menschen machen. Nicht nur mit den Kunstwerken, Kostümen und ausgefallenen Fahrzeugen, auch mit den Geschenken und Themenzelten. Man findet Kaffeeplätze, Bars, Eiscreme, und viele andere Dinge, die verschenkt werden. Es gab sogar ein Kino oder Duschen und man konnte Postkarten versenden in die ganze Welt. Ich bin gespannt ob meine Postkarte aus der Wüste auch tatsächlich ankommt. Man kann Yoga machen oder an verschiedenen spirituellen Events teilnehmen oder einfach nur zu der feinsten elektronischen Musik rund um die Uhr tanzen. Alles ist bunt, alles leuchtet, es gibt keine Regeln und alles ist erlaubt. Menschen laufen nackt herum oder haben die ausgefallensten Kostüme an und fahren in verrückten Fahrzeugen herum. Es erinnert an Karneval oder Alice im Wunderland und oft musste ich laut lachen und dachte mir, ob das alles gerade wirklich passiert. Schwer zu beschreiben, man muss es wohl mit eigenen Augen erlebt haben.

AfrikaBurn is like Burning Man 15 years ago. Everyone is a participant. Idealism abounds. The otherworldly landscape and the ephemeral art make for a soul-searching experience. There’s a belief in the human spirit that’s alive and well.

Jedes Jahr werden riesige Skulpturen aus Holz angefertigt die während der Woche verbrannt werden. Dieses Ritual des Verbrennens steht für das Loslassen des Materiellen. Für Erschaffen und loslassen. Vielleicht war der Verlust meiner Bilder vom Afrika Burn genauso dieser Grund – erschaffen – loslassen. Die Bilder in meinen Erinnerungen kann mir keiner nehmen, auch wenn ich sie sehr gerne geteilt hätte und es mir nach wie vor Schmerzen bereitet daran zu denken.

Das faszinierende an Afrika Burn war auch zu sehen, dass Menschen aller Altersgruppen miteinander feiern und den Vibe in der Wüste teilen.

AfrikaBurn_02

Ein weiteres Highlight war der Silent Burn am letzten Abend. Viele Menschen versammelten sich um die Skulptur und es war absolute Stille als das Kunstwerk in Feuer aufging und nichts als ein Haufen Asche zurück blieb. Dieser Moment hatte etwas absolut Magisches an sich. Danach tanzten Menschen nackt um die letzten Flammen herum bevor sich die Menschenmenge wieder auflöste und weiterzog zu den verschiedensten Plätzen um zu tanzen und zu feiern.

Ich kann nach 5 Tagen in der Wüste sagen, dass es ein unglaubliches Erlebnis war, dass mit Worten nicht zu beschreiben ist. Ich kann es nur empfehlen es einmal selbst zu erleben und den Vibe der Wüste zu spüren. Jedoch muss ich auch sagen, am letzten Tag über das Ende froh gewesen zu sein. Ich hab mich wahnsinnig über eine Dusche und saubere Klamotten ohne Staub und Sand gefreut! :)

 

5 most important advices for travel photographers

Tip Nr. 1.: find the right Backpack

Gute Kamera-Rucksäcke sind teuer! Sorry meine Lieben, aber diesbezüglich habe ich keine besseren Nachrichten für euch. Und als Outdoor Fotograf hier zu sparen macht auch keinen Sinn, denn schließlich soll er ja euren Rücken und euere Equipment schützen. Es gibt immer mehr Hersteller, die Outdoor Kamerarucksäcke auf den Markt bringen und es gibt einige gute Modelle – je nach Vorlieben. Ein schmerzender Rücken und kaputtes Equipment sind sch***, deswegen ausprobieren, informieren und etwas Geld investieren.

Ein weiter wichtiger Punkt: Er sollte nicht auf den ersten Blick nach Kamerarucksack aussehen und danach schreien, dass sich darin viele tausende Euros befinden. Je unauffälliger desto besser. Leuchtende Farben sind natürlich ein Hingucker, aber in dem Fall kontraproduktiv.

Passt er ins Handgepäck? Je kompakter er aussieht desto einfacher und unauffälliger bekommt man ihn durch die Sicherheitskontrollen. (auch wenn er vielleicht einmal doch schwerer ist als eigentlich erlaubt)

Aber für mich gab es ein paar wichtige Kriterien die mein Rucksack erfüllen sollte. Warum der Loka fast perfekt für mich ist, könnt ihr hier lesen.

Tip Nr. 2: Protect your Gear

Jeder weiss, dass Kameras ein kleines Vermögen wert sein können und wer seine Kamera noch protzig um den Hals trägt und sie präsentiert, zieht natürlich Aufmerksamkeit auf und wird sofort als Tourist abgestempelt.

Die Kamera im Rucksack zu lassen ist natürlich keine Option. Was also tun?

Lass es so aussehen als wäre dein Equipment alt und kaputt. Klebe etwas Tape um die Kamera und am besten auch über das Logo. Das macht es weniger attraktiv für potentielle Diebe. Ich verzichte auf Reisen auch bewusst auf den Batteriegriff. Erstens spare ich Gewicht und zweitens wirkt die Kamera nicht so teuer.

Abgesehen von Dieben ist es natürlich auch wichtig sein Gear von Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen. Als sehr praktisch hat sich erwiesen eine Wrap Schutzhülle, einen Drypack und Reinigungstücher dabei zu haben. In manchen Situationen kann man sich auch mit einfachen Mitteln und ein bisschen Kreativität helfen.

Tip Nr. 3: Protect your data

Es ist so schon schwer genug seine Daten immer sicher abgespeichert zu haben. Auf Reise ist es noch viel schwieriger. Im Fall, dass ich eine gute Internetverbindung habe, übertrage ich die Daten auf meinen Server. Überraschenderweise ging das in Ecuador ziemlich gut. Meist ist es jedoch etwas schwierig und in so einem Fall habe ich Sicherheitskopien auf diversen Medien.

  • 1x auf meinem Laptop
  • 1x auf einer externen Festplatte
  • 1x USB Stick

Offensichtlich aber trotzdem vergisst man es öfters: Nicht alles im selben Rucksack aufbewahren. Ein USB Stick ist ziemlich praktisch und lässt sich auch gut verstecken. Es gibt diverse Varianten eines Reisegeldbeutels in dem man ihn sicher aufbewahren kann.

Tip Nr. 4: Don’t make it too obvious

Wenn ich Reise geht es meist um meine persönlichen Projekte und keine kommerziellen Jobs. Um mir bei der Einreise viele Fragen zu ersparen, gebe ich auf dem Immigrations Anträgen oft nicht an Fotograf zu sein, sondern schreibe lieber Retoucher oder Multimediadesigner hin. Reist man mit viel Gear kann es hilfreich sein sich ein Carnet (Reisepass für Equipment) zu besorgen.

Tip Nr. 5: Go with locals

Einheimische in deine Arbeit zu involvieren kann dir auf verschiedenste Weise helfen. Du kommst mit Leuten in Kontakt die du sonst nicht getroffen hättest und siehst Plätze, die du selbst nicht entdecken hättest können. Außerdem fühlen sich die Menschen wohler wenn jemand aus ihrem Land dabei ist und es vereinfacht auch die Kommunikation zu den Einheimischen.

Alalay

Bolivien hatte für mich verschiedene Gesichter. Ich fand Plätze der absoluten Stille und Erholung, Landschaften wie ich sie nie zuvor gesehen hatte, aber auch Leid, überfüllte Straßen, Smog und Einsamkeit.

Es ist ein unglaublich schönes Land, mit einer landschaftlichen Diversität die jeden zum Staunen bringt. Obwohl ich nur einen Teil entdecken durfte war ich trotzdem begeistert von dem was es zu bieten hat. Von atemberaubenden Vulkanen und Bergen, Salzwüsten, Gaysieren, Tropen und riesen Städten kann man hier alles finden. Doch ich wollte das Land in all seinen Facetten kennen lernen, deswegen besuchte ich die NGO Alalay. Vielleicht fragt ihr euch jetzt wie ich dazu komme diese Projekte zu besuchen. Ich bekam Unterstützung von der österreichischen Botschaft in Peru. Ich habe vor meiner Abreise mit ihnen Kontakt aufgenommen und ihn von dem Hintergrund meiner Reise und warum ich gerne auf meinen Weg durch Südamerika Sozialprojekte besuchen möchte erzählt. Die Botschaft hat mir dann ein paar Projekte vorgeschlagen und mir geholfen Kontakt aufzunehmen. Ich war erstaunt über die Bereitschaft der Menschen und die Freude darüber, dass ich sie besuchen wollte.

Alalay ist eines der Projekte die ich in Südamerika besucht habe. Es gibt Alalay-Häuser in verschiedenen Städten Boliviens. Ich war in La Paz.

La Paz liegt in etwa 3600 m Seehöhe und ist umgeben von den Hochebenen des Altiplano. In der Stadt wohnen rund 760.000 Menschen. Zusammen mit der Nachbarstadt El Alto kommt man auf ungefähr 1,6 Mio Personen.

Tagsüber war es zwar angenehm warm, aber die Nächte in Bolivien waren bitter kalt. Sobald die Sonne untergeht will man sich am liebsten gleich unter der wärmenden Decke verkriechen. Doch nicht alle Menschen in La Paz haben diese Möglichkeit. Viele müssen die bitter kalten Nächte auf den Straßen dieser Stadt verbringen. Das mitanzusehen gab mir jedes Mal einen Stich in der Brust. Zum Glück gibt es auch Menschen die versuchen diese Armut zu bekämpfen und besonders den Kindern zu helfen und sie von den Straßen wegzuholen. Die Mitarbeiter von Alalay haben sich über mein Interesse und meinen Besuch gefreut, mich herzlich empfangen und mir einen Einblick in ihre Arbeit verschafft.

Alalay bedeutet “Mir ist kalt”. Die Organisation versucht Kinder von der Straße wegzuholen und in Kinderdörfer aufzunehmen. Dort kümmert man sich um sie und ist bemüht ihnen ein Gefühl von Sicherhei tund Stabilität zu vermitteln und ihnen die Familie zu ersetzen die sie meist nicht hatten. Sie erhalten eine Schulbildung, medizinische Versorgung und versucht sie bestmöglich auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten.

Das Projekt ist Stufenweise aufgebaut. Im ersten Schritt wird versucht mit den Kindern auf der Straße Kontakt aufzunehmen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Viele von ihnen nehmen Drogen, sind verwarlost und schwerst traumatisiert. Der zweite Schritt ist ein offenes Haus, in dem sie schlafen können, aber jederzeit auch wieder gehen können. Erst wenn die Kinder bereit sind erfolgt der nächste Schritt und sie können in ein Kinderdorf aufgenommen und integriert werden.

Alalay ist bemüht die Kinder bestmöglich auf das spätere eigenständige Leben vorzubereiten, so wie es normalerweise Eltern tun.

Ich habe das Kinderdorf in Hujachilla besucht, 20 Minuten von La Paz, dass seit 1998 ca. 150 Straßenkindern ein Zuhause geschenkt hat. Dort wurde ich mit soviel Herzlichkeit und Neugierde von den Kindern emfpangen, und es fiel mir schwer wieder zu gehen. Ich hatte den Eindruck die Kinder sind gut aufgehoben, wobei es sichtbar war, dass das Geld an vielen Ecken fehlt. Einen weiteren Tag verbrachte ich mit den Streetworkern auf der Straße. Der Anblick der Kinder und Jugendlichen und deren Geschichten hat mich schwer berührt. Für jemanden wie mich, der aus einem gut behütetem Familienhaus stammt ist es einfach unvorstellbar wie jemand seinen Kindern soetwas antun kann. Vor allem bei der Geschichte eines Jungen, der nicht einmal wusste wann er Geburtstag hat, musste ich die Tränen unterdrücken. Auch wenn es schwer war für mich, der anderen Seite des Lebens ins Auge zu sehen, bin ich doch dankbar für die Eindrücke und die Menschen, die ich kennen lernen durfte.

Das Projekt kann nur durch Unterstützung bestehen und ist auf Spenden angewiesen. Vielleicht willst du auch helfen, dann besuchen Sie die Website von Alalay für mehr Information: www.alalay.at

Bleed Shooting/South America

Nimm mal mit was du haben magst und mach schöne Fotos. So in etwa war das Briefing von Bleed bei diesem Projekt. Ich war vollkommen frei mir ein Konzept zu überlegen und während der Reise umzusetzen. Sehr schön!Continue Reading..

Ecuasal

Reisen eröffnet oft neue Türen und man lernt interessante Menschen kennen. Das kann ich unterschreiben. In Costa Rica lernte ich Andrés Fernandéz (6-facher ecuadorianischer Champion im Surfen) und Martin Passeri ( 5-facher argentinischer und Lateinamerikanischer Surf-Champion) kennen als ich bei einem Granito de Arena Event fotografiert habe. So landete ich 2 Jahre später in Ecuador um bei ihrem ersten Trainingscamp dabei zu sein. Die beiden haben eine neue Art von Trainingscamp für Profisurfer entwickelt, dass sie erstmals für das ecuadorianische Ecuasal Surfteam veranstaltet haben.

Ich habe das Camp ein paar Tage begleitet. Es wurden nicht nur Trainingsmethoden gelehrt. Ein wichtiger Bestandteil des Camps waren auch Management und Werbung der Sportler. Da auch Fotos ein wichtiges Mittel sind für die Vermarktung eines Sportlers, haben wir mit jedem einzelnen auch noch ein Fotoshooting organisiert.

Natürlich hatte ich nicht viel Equipment dabei, aber oft ist nicht viel notwendig um gute Aufnahmen zu erhalten. Gerade auf Reisen nutze ich hauptsächlich das natürliche Sonnenlicht.

Life is better on the beach.

Footer background
The World
info@sandrabirklbauer.com
(43) 660 1422249

Drop us a line

Yay! Message sent. Error! Please validate your fields.
Clear
© 2015 Sandra Birklbauer. All rights reserved.